mobile Mat …all about mobile Marketing & News!

10Feb/105

mobile Commerce bisher noch ungenutzt

mobile CommercemCommerce -  Online-Shops verschenken Potential im mobile Web!

Der Durchbruch des mobilen Internet wird ja schon seit Jahren vorhergesagt. Einher geht damit auch der Durchbruch des mobile Commerce.  Warum es aber bisher nicht zu diesem mobile Boom im mCommerce gekommen ist, liegt an vielen unterschiedlichen Einfluss-Faktoren.

Zum einen waren die mobilen Endgeräte nicht wirklich für ein angenehmes Surfen im mobile Web ausgelegt. Von Likability oder gar Genuß beim Surfen konnte nicht die Rede sein. Zum anderen waren auch die teuren Kosten für die mobile Internet-Verbindung ein großer Blocker des Trends und des mobile Commerce.

Die hohen Kosten, die für das mobile Surfen angefallen sind, standen in keinem Verhältnis zur mangelhaften "Netzqualität". Im stationären Internet hat sich DSL flächendeckend verbreitet, wohingegen sich das mobile Web auf dem Stand von Modem und ISDN befand, so dass unter anderem dadurch die Nachfrage und damit die Chance für den mobile Commerce ausgeblieben ist. Zusätzlich kam auch hinzu, dass das mobile Internet dem User noch zu wenig interessanten Content angeboten hat.

WAP-Pleite hemmt den Durchbruch des mobile Web

Selbstverständlich, dass die Contentanbieter nach der WAP-Pleite nur zögerlich die Entwicklung des mobilen Internets beobachtet haben und so den mobile Commerce bewusst nicht vorangebtrieben haben. Doch seit 2007, als das iPhone auf den Markt kam und Pionierarbeit für das mobile Web geleistet hat, hat sich das Content-Angebot und die Applikationen zur Nutzung des mobile Web verstärkt und die Grundlage für den mCommerce geschaffen.
Dennoch existieren noch immer große Lücken im mobile Commerce, die ein großes Umsatz- und Vermarktungspotential bieten. Im Gegensatz zum stationären Internet sind die Marktanteile im mobile Commerce  noch nicht aufgeteilt, so dass es für einzelne Shops aktuell noch einfacher ist, gute Marktpositionen zu erreichen. Gerade jetzt liegt es an den Online-Verkäufern sich frühzeitig einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz aufzubauen, um das zukünftig noch wachsende mCommerce-Potential optimal zu nutzen . Doch genau dies passiert bisher so gut wie  gar nicht.
Der Blog Kassenzone hat hierzu eine interessante Untersuchung durchgeführt. Diese zeigt deutlich, dass die Shops dem mCommerce bisher nur eine nebensächliche Rolle zuordnen. Doch genau diese Trägheit gilt es jetzt zu nutzen! Die Entwicklung und die Nachfrage im mobile Web nimmt stetig zu, die Konkurrenz im mCommerce Bereich aber (noch) nicht bzw. nicht in der gleichen Geschwindigkeit. In den unteren Grafiken aus der Untersuchung von Kassenzone sieht man deutlich die Defizite der großen Webshops in Deutschland. Es ist klar zu erkennen, dass nur ein kleiner Bruchteil von etwa 20% der untersuchten Seiten sich auf Nachfragen aus dem mobile Internet eingestellt hat.

m-Commerce in Deutschland

(zum Vergrößern bitte klicken)

In der Tabelle wird zwischen einer speziellen mobile Website (z.B. http://www.xyz.mobi/), einer eigens für Smartphones optimierten mobile Site und einer mobile Application unterschieden. Diese 3 Optionen zeigen gut, wie Webshops auf Nachfragen im mobile Commerce reagieren sollten. Auch wenn nicht jeder Shop sofort ein eigenes App für verschiedene Smartphones erstellen muss, sollten bereits jetzt schon die Weichen in Richtung mobile Internet gestellt werden. Hierbei kann die Priorisierung der wichtigsten Schritte hin zum mobile Shop wie folgt aussehen:

1. Optimierung des Online-Shops für mobile User, damit die Inhalte korrekt angezeigt werden und eine einfache & flüssige Navigation durch den Shop möglich ist

2. Erstellung einer eigenen mobile Website/mobile Shop, auf die der mobile User weitergeleitet wird, wenn er den Online-Shop mit einem mobilen Endgerät aufruft

3. Erweiterung und Optimierung der speziellen mobile Website/ des mobile Shops von Usability-Schwachstellen, Integration von Navigationshilfen, mobile Payment, etc…

4. Launch einer speziellen App – basierend auf den bisherigen Erfahrungen und den Kundenwünschen, um diesen einen Mehrwert dadurch zu schaffen

5. Optimierung der mobile Website zur vollen Nutzung des mCommerce (= iterativer Prozess, der immer wieder durchgeführt werden sollte)

Medien-Sites sind den Online-Shops beim mobile Commerce einen Schritt voraus!

mobile Websites für Media

(zum Vergrößern bitte klicken)

Die großen Medienseiten haben ihre Defizite im mCommerce längst beseitigt und sind so auf den lange vorhergesagten Boom im mobile Web/ mCommerce vorbereitet. Die Kurzanalyse von Kassenzone berücksichtigt zusätzlich auch bekannte Medien-Websites und untersucht sie  auf deren mobile Content. In der Abbildung wird der Vorsprung gegenüber den Online-Shops sehr deutlich. Für den bisher noch sehr stark vernachlässigten mCommerce gilt es sich nun schnellst möglich auf die mobile Nachfrage vorzubereiten, denn laut  Bitkom ist und bleibt auch im Jahr 2010 das mobile Internet der IT-Trend.

Quelle: Kassenzone-Blog

Kommentare (5) Trackbacks (0)
  1. Es gibt auch die Möglichkeit einen Mobile Shop (App) zu erwerben:

    Was mich immer wundert: Fast niemand denkt an diese Möglichkeit. Jeder der sich mit dem Thema befasst scheint zu glauben man müsste sich Apps teuer individuell programmieren lassen. Warum? Eine App ist eine Software wie jede andere. Einen Webshop würde man ja auch von einem entsprechend spezialisierten Hersteller beziehen. Zudem: Mobile Webseiten nützen auf dem iPhone und ähnlichen Geräten gar nichts. Die Leute suchen nicht nach Mobile Shops in google, sondern nutzen für sowas praktisch nur den AppStore. Das beweisen die bisher 3 Milliarden Downloads eindrucksvoll.

  2. Hi Walter,

    ich gebe dir recht, dass die User wahrscheinlich nicht nach mobile Shops suchen. Aber sicher werden sie über das Handy/ Smartphone die Suchmaschinen nutzen, um im mobile Web nach Produkten zu suchen. Diese potentiellen Käufer sollten die Online-Shops durch mobile SEO oder mobile SEM für sich gewinnen. Allerdings nutzt das nichts, wenn der User nicht auf eine relevante Seite bzw. Shop weitergeleitet wird. Um diesen Traffic-Kanal für das mobile-Commerce nutzen zu können, benötigen die Anbieter einen mobile-Shop bzw. eine Website, die auch auf mobile Zugriffe optimiert ist.
    Die angesprochenen Shop-Apps stellen hier einen weiteren Kanal für mobile Traffic dar. Daher sollte diese Möglichkeit zur Nutzung des m-Commerces selbstverständlich nicht unterschätzt oder gar ignoriert werden. Allerdings sollte beachtet werden, dass solche Apps vor allem für große Brands interessant sind, weil sie die nötige Markenbekanntheit bereits haben. Die Apps von noch eher unbekannteren und/oder kleineren Online-Shops müssen erst einmal aus den unzähligen Apps hervorstechen, damit eine rentable Reichweite erzielt wird.
    Um das ganze Potential des m-Commerce nutzen zu können, sollten die genannten Marketing-Maßnahmen, je nach Relevanz für den Online-Shop genutzt werden. Daher auch die bereits oben genante Empfehlung, welche Schritte priorisiert werden sollten.

  3. Hey, ich bin genau deiner Meinung. Werde mich mal für Updates anmelden. Bin schon gespannt mehr zu lesen.

  4. übrigens ist es heute sehr einfach geworden den Online-Shop in eine App zu bringen. Und zwar über die Shopgate App (www.shopgate.com). Das geht direkt über eine CSV Datei / API.

  5. Hi Sophie,
    über eure neue App habe ich auch schon gelesen. Ich finde Sie sehr interessant und bin gespannt, ob sie nun den mobile Commerce weiter pusht!


Kommentar schreiben


Noch keine Trackbacks.