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30Mrz/113

In-App-Billing nun von Google freigeschaltet

in-app-billing-funktionAb heute hat Google die In-App-Billing Funktion freigeschalten (Allerdings vorerst für die Developer-Länder)! Das bedeutet, dass nun durch die In-App-Billing-Funktion  innerhalb der Apps zusätzliche Inhalte, Musik, Levels oder Ähnliches gekauft werden kann. Hier kann der User mittels Kreditkarte zusätzliche Dinge kaufen. Warum PayPal nicht dabei ist, ist nicht nur schade, sondern auch eine Potenzial-Schwächung der In-App-Billing Funktion, denn nicht alle Smartphone-User besitzen auch eine Kreditkarte. Diese Problematik betrifft aber nicht nur die In-App-Billing Funktion, sondern den gesamten Android Market.

In-App-Billing > neue Chancen & Einsatzgebiete

Bemerkenswerter ist allerdings, dass sich durch die In-App-Billing Funktion auch ein neues Geschäftsmodell für Games, News, Bilderdienste, etc.  - oder allgemein für App-Entwickler eröffnet. Klar, dass Google das In-App-Billing nicht wirklich aus Gründen der Nächstenliebe oder als Support für die App-Entwickler integriert hat. Nein, nein, Google lässt sich das In-App-Billing schon auch richtig auszahlen. So bekommt Google für jeden In-App-Billing-Transfer 30% des Verkaufspreises. So ist auch hier ein weiteres lukratives Geschäft für den Suchmaschinen-Giganten entstanden bzw. hat sich erweitert.

Die In-App-Billing Funktion ist nicht nur bei kostenpflichtigen Apps verfügbar, sondern auch bei kostenlosen Apps.  Somit können nun z.B. Games mit Basis-Levels z.B. zum Testen kostenlos angeboten werden und wenn der User diese Basis-/Test-Levels erfolgreich gespielt hat und noch weitere Levels haben will, kann er diese direkt mittels In-App-Billing Funktion aus dem Spiel nachkaufen. Tja, der Nachteil dabei ist leider, dass man beim Download der kostenlosen App nicht einsehen kann, ob diese nach einem Upgrade noch kostenlos bleibt oder ob sie dann kostenpflichtig wird. Der Vorteil an der In-App-Billing-Funktion ist aber, eine Verbesserung in der Usability beim Upgrade. Vorher musste man leider die gerade gespielte Testversion verlassen und über den Android Market die kostenpflichtige Version nachkaufen, diese erneut herunterladen und ggf. sogar die Test-/Light-Version manuell vom Smartphone deinstallieren. Dieser, zwar geringwirkende Aufwand bleibt nun durch das In-App-Billing endlich erspart. Auch wenn es hier nicht wirklich als enormer Aufwand gesehen wird, stört dieser Prozess dennoch, so dass die bisher kennengelernte mobile Usability aus der App/Spiel verloren geht. Mehr hierzu fidest du in einem anderen Artikel zu mobile Usability.

in-app-billing

Die neue Zahlungsabwicklung, die das In-App-Billing nun erlaubt wirkt sich sicherlich auf den bisher noch schleppenden mobile Commerce aus. Die neuen Einsatzmöglichkeiten des In-App-Billing sind sehr vielfältig, so dass es sich sicher schnell und stark ausbreiten wird. Hier ein paar Beispiele, die mir spontan einfallen, für die das In-App-Billing eingestzt werden kann.

In-App-Billing > Beispiele

Per LBS (Local-Based-Service - mittels GPS) das nächste Kino suchen und direkt aus der App Sitzplätze reservieren und Kinokarten kaufen


Zeitungs/Magazin/-News Apps können Schlagzeilen kostenlos anbieten, der umfassende Artikel oder das entsprechende eBook kann kostenpflichtig angeboten werden (Abo-Service)


Navigations-Systeme können günstig/kostenlos zum Download angeboten werden, die einzelnen genauen Karten kann man dann nach Bedarf kostenpflichtig dazukaufen (Macht die Apps kleiner und verbraucht weniger Speicher)


Filme/Musik-Apps bieten kostenlose Trailer/Hörproben an, den kompletten Film/CD wird per In-App-Billing direkt innerhalb der App bezahlt, gedownloaded und abgespielt


• ....

Viele dieser Möglichkeiten werden jetzt schon teilweise angeboten, doch bisher immer mit dem unschönen Zusatz-Download aus dem Android Market. Da sich aber bisher der Charakter der kostenlosen Apps verbreitet hat, wird es nun schwierig, vorhandene Apps neuerdings kostenpflichtig anzubieten. Zudem könnte das In-App-Billing auch diverse Shopping-Apps weiter pushen und damit den offiziellen Startschuß für den mCommerce geben. Tja, könnte! Allerdings wird das wohl noch etwas dauern, solange als Zahlungsmöglichkeit NUR die Kreditkarte zur Verfügung steht. Ich bin überzeugt, dass die Integration von Online-Pay-Systemen wie z.B. PayPal einen weitaus größeren Boost für den mCommerce geben wird. Von daher ist das In-App-Billing schon der erste Schritt in die richtige Richtung, aber eben nur ein kleiner Schritt.

Kommentare (3) Trackbacks (0)
  1. Nachteil: das „in app billing“ ermöglicht auch usern, die keinen Zugriff auf die Kreditkartendaten des Smartphoneeigentümers haben, innerhalb der App einzukaufen.

  2. Hallo, wie kann ich Billing wieder löschen?

  3. Hi Hessy,

    die Funktion kannst du nicht löschen, da es im Google-PlayStore als Grundfunktion integriert ist. Dieser Anpassung von Google war nur die logische Konsequenz, um mit dem apple AppStore gleich zu ziehen.

    Schöne Grüße
    Mat


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